Und noch eine kritische Diskussion ist längst überfällig. Der lange Zeit Führende der Etappe, Movistar Leader Mas, dem man am meisten den Sieg gewünscht hätte, wird unglücklich im Finale aufgerollt und nach großem Kampf doch „nur“ Etappensiebter. Kurz nach der Tour wird bei ihm eine Beinvenenthrombose festgestellt, die ihn für den Rest der Saison lahmlegt [30]. Wäre dies ein Einzelfall, könnte man es noch irgendwie hinnehmen, dass ein Hochleistungsathlet im besten Alter und Leistungszustand ein geriatrisches Symptom aufweist, welches für seine Alterskohorte völlig atypisch ist. Leider sind diese abnormalen klinischen Anzeichen in Leistungssportkollektiven, seit wenigen Jahren mit einer bis dato nie dagewesenen Häufigkeit latent zu beobachten. So treten bei jungen Athleten plötzlich Tumore, Schlaganfälle, Asthma und Gürtelrose, hartnäckige rezidivierende Infekte, taube Beine, Thrombosen, Lungenentzündung und –embolie, bis hin zu metabolischen Syndromen mit Ausprägung einer schlagartig manifestierten Diabetes auf [31]. Was mag wohl die Ursache dieser signifikanten epidemiologischen Inzidenz sein? Pump, Trutin, die AFD oder gar der Klimawandel? Es ist inzwischen offensichtlich das die Ätiologie in den 2021 eingeführten Covid-19 Wirkstoffapplikationen begründet liegt, auch wenn man im Mainstream immer noch krampfhaft versucht den Zusammenhang zu leugnen [32] und der Joker des angeblichen „Long Covid“ Gespenst gezogen wird, welches sehr geschickt frühzeitig ins kollektive Gedächtnis gehämmert wurde, weil man sehr wohl wusste welche gigantische Patientenlawine die Genozidcocktails verursachen würden [33].
Die 17. (Sprint)Etappe, über 160km und 1700hm, rast das offenbar ermüdungsresistente Peloton erneut in einem 47km/h Schnitt. Im Regenfinale wird dann wieder reingehalten ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit bzw. die der Mitstreiter. Fast schon nach Drehbuch knallt es bei den Positionskämpfen und das halbe Peloton begibt sich, unter Verlust des Gleichgewichtes, in eine erdnahe Umlaufbahn. Top Sprinter Merlier bringt es treffend auf den Punkt: „Ich kann vor dem Rennen einen Zettel schreiben mit Fahrern, die auf der Straße liegen werden, falls es zu Stürzen kommt. Ich muss mir diesen Sturz nochmal ansehen, aber ich weiß jetzt schon wieder ein paar Namen. Einige Fahrer gehen etwas mehr übers Limit als nötig ist. Sie stürzen anscheinend lieber als zu sprinten [34].“
Die Alpenkönigsetappe über 172km und grenzwertige 5600hm, mit Überquerung der Giganten Col du Glandon, Col de la Madleine und dem Schlussanstieg auf den Col de la Loze, wird mit unfassbaren 34km/h absolviert. RBH sticht an diesem Tag mit einem totalen renntaktischen Versagen heraus, bei dem nur mit viel Glück am Ende nicht der GC Podiumsplatz und das weiße Trikot in der Nachwuchssonderwertung verloren wurden. Die völlig sinnlose Solottacke von Lipowitz im dafür völlig ungeeigneten Talabschnitt zwischen dem Col de la Madleine und der Anfahrt nach Courchevel zum Schlussanstieg, kann man vielleicht einem Radsportanfänger nachsehen. Dieses kollektive Versagen der beiden Co-Kapitäne von RBH, Roglic und Lipowitz, sowie der gesamten sportlichen Leitung ist allerdings auf diesem Weltklasseniveau nicht zu entschuldigen [35]. Nicht ganz überraschend ist dann auch die Konsequenz der Rücktritte der beiden Sportdirektoren Aldag und Gasparotto, unmittelbar nach der Tour [36]. Es ist spekulativ ob diese Abgänge mit den offensichtlichen Unstimmigkeiten während der Tour, bei dem es möglicherweise ein teaminternes uneiniges Roglic und Lipowitzlager gegeben hat, begründet ist, oder mit der Neuverpflichtung von Superstar Evenepoel für 2026 zusammenhängt, der seinen gesamten Betreuerstab direkt mittransferiert hat [37].
Auch beim Team Visma lief auf dieser Etappe irgendwie nichts nach Plan. In der entscheidenden Passage des langen Talabschnitts zwischen dem Madleine und Courchevel, waren die nötigen Helfer nicht verfügbar. Angesichts der Strapazen der Vorwochen und der ultraschweren Etappentopographie ist es aber immerhin mal ein Indikator von Ermüdungsnormalität, das die Profis nicht völlig unabhängig wie Maschinen funktionieren [38]. Selbst die beiden Überflieger auf Platz 1 und 2 der Gesamtwertung können im Schlussanstieg „nur“ noch 5,5W/kg KG abrufen [3]. Pogacars Kommentar, das er erwartet habe Visma würde schneller fahren, hat dabei schon einen Anflug von Arroganz. Wesentlich realistischer und hellhörig macht dagegen das Statement von Vingegaard: „Heute war ein brutaler Tag. Wir saßen fünf Stunden im Sattel. Ich weiß nicht, ob ich jemals so eine schwere Etappe in der Tour gefahren bin [39].“ Nichtsdestotrotz fährt ein völlig leer gefahrener Lipowitz nur 8/10tel km/h „langsamer“ den Berg hinauf als der Etappensieger O´Connor!
Die verkürzte 19. Etappe liefert 93km mit über 3400hm und wird in einem abartigen Schnitt von fast 34km/h gefahren. Beeindruckend dabei wie sich der Sieger Arensmann erfolgreich gegen das GC Spitzenduo Pogacar/Vingegaard durchsetzt und RBH erneut ein renntaktisches Kuriosum abliefert, bei dem es nur dem außergewöhnlichen Talent von Lipowitz zu verdanken ist, das dieser seinen Podiumsplatz und das weiße Trikot verteidigen kann [40]. Das Roglic eine ebensolche Unfugattacke wie Lipowitz am Vortag fährt, anstatt seinen jungen Teamkollegen voll zu unterstützen, offenbart erneut die offensichtlichen Unstimmigkeiten im Team. Dass es der sportlichen Leitung nicht gelingt, ein Machtwort zu sprechen und alles auf die Absicherung der erkämpften Position von Lipowitz zu konzentrieren, lässt die Auflösungserscheinungen im Wettkampfmanagement erahnen, die folgerichtig nach der Tour mit der Demission der Verantwortlichen Aldag und Gasparotto bestätigt werden. Das Statement des dritten ebenfalls inzwischen geflüchteten RBH Dir. Sportif Eisel [36], hier dürfte auch die Frage berechtigt sein ob es nicht grundsätzlich zu viele Sportdirektoren sind die im Team mitmischen, lässt jedenfalls aufhorchen: „Es ist immer wieder schwierig mit Primoz, weil er unbedingt diesen Etappensieg wollte. Das hat leider nicht funktioniert [41].“
Das eigentliche Theater liefert die Etappe allerdings mit dem Grund der Verkürzung um 37km, bei dem 2 schwere Anstiege aus dem Programm genommen werden [42], was den vom Vortag möglicherweise noch nicht vollständig regenerierten Lipowitz sicher am meisten bevorteilt hat. Eine lumpige veterinärmedizinische Symptomatik (grippeähnlich im Übrigen! Kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor?), wird im besten Corona Panikmodus zur „Rinderseuche“ stilisiert und die betroffene Region der Lockdown Logik des „Covid-1984“ Hygieneterrors folgend zum Sperrgebiet erklärt. Das Virusgespenst muss ja schließlich im kollektiven Gedächtnis erhalten bleiben. Bei näherer Betrachtung wird der ganze Spuk relativ schnell entzaubert. Die „Lumpy-Skin-Disease“ (Dermatitis nodularis) hat keinerlei zoonotisches Potential, es ist für den Menschen ungefährlich [43]. Doch anstatt angemessen und besonnen mit der Isolierung einzelner Tiere den wirtschaftlichen Totalschaden für die betroffenen Landwirte in Grenzen zu halten, wie es die französischen Bauernverbände fordern, werden völlig sinnlos ganze Herden gekeult und die stumpfe Allzweckwaffe und Blendgranate der „Impfung“ von Big Pharmas bester Cash Cow in die Herden injiziert [44]. Die Karten der zuständigen Behörden über die angeblichen Infektionsgebiete, zeigt das ebenfalls bewährte inszenierte Hotspot Muster der Mikrobenshow aus dem Jahre 2020. Diesmal ist es statt Bergamo und New York, die beschauliche Region Hochsavoyen, in der passend die medienwirksame Tour de France gastiert [45]. Bei der Ätiologie der Erkrankung werden zwei Noxen postuliert, die ebenfalls hochinteressant sind. Zum einen soll die Übertragung durch infizierte Insekten (Stechmücken) erfolgen, was die Frage aufwirft, warum nicht tiefergelegene, sumpfige und besonders heiße Regionen Frankreichs betroffen sind, wie bspw. die Camargue, sondern ausgerechnet die milden und insektenarmen Hochregionen Savoyens. Dieselbe Pseudopaniknummer mit ähnlichen klimatisch topographischen Absurditäten platziert man übrigens auch wenig später bei der Rad WM in Kigali [46]. Der historische Ursprung der Krankheit ist schließlich auch in den heißen Klimazonen Afrikas und Vorderasiens verortet [47]. Zum anderen wird verseuchtes Tierfutter verantwortlich gemacht, was die Konzentration der Präventivmaßnahmen auf die Lieferkette desselben lenken sollte [48]. Zudem belegen neuer Studien die zweifelhafte Wirkung des eingesetzten attenuierten LSD-Impfwirkstoffes [49]. Auch dies ein Déjà-vu mit diversen Produkten aus dem Hause Pfizer/BioNTech, Moderna&Co. in der jüngeren Vergangenheit. Und letztlich keine Überraschung das viele symptomfreie Tiere mit, ja Sie ahnen es schon, PCR Testungen „überführt“ werden [50]. Mit der „Vogelgrippe“ wird diese Virus Reanimationsnummer aktuell ja ebenfalls wieder neu inszeniert [51]. Und natürlich erneut mit unfreundlicher Unterstützung eines einschlägig vorbelasteten Pseudophilanthropen [52].