Das Niveau, mit dem die Folgeetappen absolviert werden, sinkt nicht etwa, wie es zu erwarten wäre, das Peloton legt einfach gegen jede metabolische Verschleißlogik noch weiter drauf. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 48,1km/h (bei 200km und 2100hm [8]), wird einen Tag nach der brutal schweren 6. Etappe weitergemacht, als ob es keinerlei Vorbelastung gegeben hätte. Die erste Rennstunde könnte man nicht einmal mit einem frisierten Speed Pedelec begleiten, weil man permanent um die 60km/h mithalten müsste.

Abb. 3 Stundenmittel der ersten Rennstunde auf der 7. Etappe [9]
Abb. 4 Durchschnittsgeschwindigkeiten der einzelnen Etappensektoren auf der 8. Etappe [10]

Das einzige Anzeichen für die konzentrative Ermüdung im Fahrerfeld sind die heftigen Stürze im Etappenfinale, bei denen das Tour Lazarett wieder heftigen Nachschub erhält. Inzwischen gehört der obligatorische Test auf Commotio (Gehirnerschütterung) oder SHT (Schädel Hirn Trauma) zum Standardrepertoire des medizinischen Begleitpersonals in der Tour Karawane [11]. Es grenzt ohnehin an ein Wunder, das sich die meisten Rennfahrer immer wieder relativ unbeschadet aus dem Materialknäuel der Sturzmassaker erheben, um anschließend die Fahrt fortzusetzen.

Abb. 5 Massensturz in der Spitzengruppe im Etappenfinale [9]

Die 9. Etappe wird mit einem 50er Stundenmittel über 174km und 1000hm [12] zur zweitschnellsten Touretappe aller Zeiten. Wiederum äußerst bemerkenswert das dieses irre Tempo in einer 170km Flucht, vom Alpecin Duo van der Poel und Rickaert vor dem Feld gehalten wird, welches nur mit größter Mühe die beiden Ausreißer 800m vor dem Zielstrich abfangen kann [13]. Dem deutschen Meister Georg Zimmermann wird im Bruchteil einer Sekunde eine vom Peloton verlorene Trinkflasche zum Verhängnis, über die er in voller Fahrt stürzt. Schwer gezeichnet, blutend und mit zahlreichen Schlauchverbänden provisorisch zusammengeflickt, erreicht er zwar noch im Zeitlimit das Ziel, was in dem Zustand eine außerordentliche Willensanstrengung darstellt, trotzdem muss er die Rundfahrt anschließend aufgeben [14].

Nachdem sich der Ire Healy, der schon auf der 6. Etappe für Erstaunen gesorgt hatte, ins gelbe Trikot bugsiert, beginnt die übliche Erkrankungswelle im Peloton als Tribut an die Strapazen. Neben dem Österreicher Gall [15] trifft es auch Superstar van der Poel, was diesen nicht davon abhält weiter unglaubliche Leistungen zu vollbringen, indem er auf der 11. Etappe als Dritter wieder nur knapp am Etappensieg vorbeischrammt [16]. Und plötzlich sind also Erkältungen wieder Normalität, „Corona“ ist inzwischen auf wundersame Weise aus der Mainstreamterminologie wegmutiert, weil sich das politisch inszenierte Covid Märchen völlig in Luft aufgelöst hat. Eine angemessene mediale Aufarbeitung dieses Wissenschaftsbetrugs und Medizinverbrechens findet nach wie vor nicht statt, weil die investigativen Hirnareale der Systemjournallie weiterhin im ideologischen bzw. intellektuellen Lockdown verharren [17]. Dass die uralten Regeln der freiwilligen Sportabstinenz bei Atemwegsinfekten immer noch ihre Berechtigung haben, ohne dass man sinnlose und gesundheitsgefährdende Maßnahmen wie PCR Tests, Masken oder experimentelle Geninjektionen durchführt, beweist der Fall van der Poel. Trotz Erkältung schindet er seinen Körper mit epischen Attacken und entwickelt nach einem Insektenstich [18] auf der 12. Etappe eine Lungenentzündung [19], die ihn zur Aufgabe zwingt. Das Insektengift könnte die progrediente Immunaktivität erklären, welche den Atemwegsinfekt unter den Extrembelastungen eskalieren ließ. Eigentlich unfassbar das ihn Teamärzte und die sportliche Leitung, trotz des obligatorischen permanenten Gesundheitsscreenings im modernen Leistungssport, überhaupt erst diesem Risiko ausgesetzt haben.

Der Sturz von Pogacar im Finale der 11. Etappe lässt die Social Media Foren völlig unangemessen ausrasten. Wo bleibt eigentlich hierbei die Reaktion der selbsternannten woken Tugendwächter, Trusted Flagger und weitere Denunziantenportale gegen Hatespeech, die sonst jeden harmlosen und berechtigten Kommentar kritischer Bürger gegenüber der völlig unfähigen Politkaste zur Anzeige bringt? Man muss Pogacar Respekt zollen wie professionell er auch mit diesem Nebenkriegsschauplatz umgeht, den Konkurrenten aus der Schusslinie nimmt und das alles bei dem erheblichen Rundfahrtstress wo jede Minute Regeneration zählt [20].

Diese Etappe zeigte einmal mehr, wie nah Egoismus und Respekt im Peloton beieinanderliegen. Zunächst wird entgegen den ungeschriebenen Gesetzen des Radsports während einer Pinkelpause in der Verpflegungszone attackiert [21], danach wartet die Favoritengruppe fair im Finale beim Sturz von Pogacar auf diesen [22]. Auf der 12. Etappe hätte man beim genauen Hinsehen, wofür die hauptberuflichen Berichterstatter mit ihren fürstlichen Honoraren zuständig wären, bemerken müssen das bei Evenepoel irgendetwas nicht in Ordnung ist. Unter seinem weit aufgerissenen Trikot ist im kaudal lateralen rechten Thoraxbereich eine ungewöhnliche Tape Applikation zu sehen, die jeden Sachkundigen stutzig macht. Wenige Tage später wird klar, wie bedeutsam diese Stelle ist. Dort verbirgt Evenepoel eine verschwiegene Costafraktur (Rippenbruch), die ihn letztendlich zur Aufgabe bei der Tour führen wird [23].

Von Smirs1

Studium der Chemie u. Sportwissenschaft; 30 Jahre Berufserfahrung in der klinischen Forschung, Medizinproduktezulassung, Fitnessindustrie u. Betreuung von Weltklasseathleten; ehem. Diplomand am Institut f. Biochemie u. Dopinganlytik d. DSHS Köln; investigativer Journalist in Mainstream u. alternativen Medien mit zahlreichen fachspezifischen Publikationen; passionierter Radsportler, seit 40 Jahren im Rennsattel unterwegs; Erfinder und Patentinhaber

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